Unternehmen sucht Nachfolger

Nachfolgeregelung

Mit 80 Jahren noch Firmenchef, weil man so fit ist und weil Sie keiner ersetzen kann.

Solche Beispiele gibt es „en masse“. Innerhalb einer Unternehmerfamilie sind nun einmal alle Mitglieder verschieden und das ganz besonders über die Generationen hinweg.

Was macht der Firmeninhaber nun?

In seinem Tagesablauf hat er stets abgewogen und für das Unternehmen entschieden. Innerhalb der Familie will er alle gleich behandeln, keinen benachteiligen, ein gerechtes Familienoberhaupt sein.

Auch wenn früher der Älteste den Bauernhof übernommen hat und die anderen Kinder sich auf Wanderschaft machen mussten, liegt dieses Vorgehen fern von einer modernen Unternehmensübergabe. 

Hinzu kommt, dass tadellos ausgebildete (Enkel-)Töchter, die geradezu prädesdiniert sind, immer noch das Nachsehen haben, wenn es um die Nachfolgeregelung geht.

Warum?

Der Familienrat tagt und die Unternehmensehefrau wünscht sich nun viele (Ur-) Enkel, um die verbleibende Zeit nachzuholen oder um gefühlt wieder etwas „GUT ZU MACHEN“. Wie soll da eine topp ausgebildete Frau eine Chance erhalten, wenn sie im Kopf der älteren Generation doch für die Familie da zu sein hat? 

Und mit Verlaub gesagt, wenn der älteste Nachfolger eine Pfeife ist, dann bleibt er auch eine und ist garantiert nicht derjenige, der das Unternehmen in der Zukunft immer wieder neu ausrichtet. Denn Unternehmen müssen sich gerade heutzutage ständig neu erfinden, ohne Traditionen, Qualität oder Zuverlässigkeit in Frage zu stellen. Und das hat nichts mit dem Alter und/oder dem Geschlecht des Nachfolgers zu tun.

 

1. Problematik:
Die Wahl des Übergabezeitpunktes wird immer mehr nach hinten geschoben. 

Es gibt zwei klare Muster:

Die einen wünschen sich mit 60 Jahren Unterstützung, die anderen sind noch mit 80 Jahren fit. 

Aber es geht nicht darum „noch fit“ zu sein und solange zu arbeiten, bis man nicht mehr kann. Es geht darum sein Unternehmen auf dem Höhepunkt zu übergeben und noch lange gesund das Leben zu genießen und dem Nachfolger, wenn gewünscht, ein Mentor zu sein.

Die Übergabe ist strategischer Schachzug, der dem Unternehmer Spaß und Stolz machen kann. Denn er ist maßgeblich daran beteiligt, dass das Unternehmen den/die Richtige findet und dadurch die Zukunft aller gesichert ist. Um eine gute Übergabe zu leisten, bedarf es mehr, als nur den Generalschlüssel zu übergeben und eine Mitarbeiterversammlung einzuberufen.

Eine gewissenhafte Nachfolgeregelung dauert nicht selten drei bis fünf Jahre.

 

2. Problematik: 
Unternehmer können nicht loslassen

Warum können Unternehmer nicht loslassen, abgeben?

Auch gestandene Unternehmer haben Ängste, wenn auch nicht sichtbare.

  1. Wer sichert durch eine gute Unternehmensführung mein Einkommen?

  2. Was soll ich denn jetzt mit meinem Leben machen? Hat das denn noch Sinn?

  3. Geht mein Ansehen in dem Unternehmen und in der Gesellschaft verloren?

  4. Braucht man mich jetzt überhaupt noch?

 

3. Problematik: 
Erfolgreiche Unternehmer haben nun einmal keine Erfahrung mit der Betriebsübergabe.

Das Unternehmen, die lange Erfahrung in der Unternehmensführung, das Reinwachsen von der Eröffnung der Selbstständigkeit bis zum jetzigen Zeitpunkt, das alles gibt dem scheidenden Chef viel Sicherheit, viel Erfahrung. 

Woher sollte ein Unternehmer das Wissen zur Geschäftsübergabe nehmen?

Da nützt es auch nicht, wenn man im Club den befreundeten, gleichaltrigen Rechtsanwalt oder den Steuerberater fragt, die kommen nachher sowieso ins Spiel.

 

4. Problematik: 
Nachfolgeentscheidungen sorgen auch beim Unternehmer, besonders in der Familie, für Unmut. Irgendeine(r) fühlt sich immer benachteiligt.

Glasklare Entscheidungen ist man von Ihnen gewohnt, ganz besonders, wenn es um die Nachfolgereglung geht. Mitarbeiter, Lieferanten, Banken, …, jeder hat auch zukünftig Interesse mit Ihrem Unternehmen zusammenzuarbeiten, wenn Ihre Entscheidung nachvollziehbar ist.

Sie haben Angst vor Konflikten mit den anderen Kindern?

Ja, es wird krachen, das ist nun einmal so, wenn der Nachwuchs lediglich das Geld vor Augen hat. Dieser Entscheidung müssen Sie sich rasch stellen, damit ein Erbstreit nicht schon vor ihrem Ableben entsteht und die Familie entzweit. 

Deshalb darf die Nachfolgeregelung nicht alleine auf einem Testament aufgebaut werden, sondern durch sorgfältige Einarbeitung und Prüfung der Fähigkeiten des Bewerbers. Es kann aber auch sein, dass innerhalb Ihrer Familie kein Leuchtturm in Sicht ist. Dann ist das so und Sie müssen eine andere Regelung angehen. 

 

5. Problematik:
Kinder haben keine Befähigung oder schlichtweg keine Lust.

Der Aufbau Ihres Unternehmens hat auch private Federn gelassen. Nicht selten haben Kinder ihre Eltern vermisst, sie kaum gesehen. Geld war die Ersatzerziehung. Wenn es ihren Kindern finanziell gut geht, werden Sie häufig feststellen, dass sie dieses Leben nicht wünschen. Egal wie oft Sie der Belegschaft ihre(n) Tochter/Sohn als Nachfolger(in) vorgestellt haben, es hat keinen Zweck, wenn der Nachwuchs hier nicht den Sinn des Lebens erkennt.

 

6. Problematik: 
Den Nachfolger/innen im eigenen Unternehmen finden.

Nicht selten gibt es bereits einen geeigneten Nachfolger, der Sie bereits seit Jahren umgibt. Hier geht es um den Blick in die eigene Belegschaft. Um nicht ganz die Kontrolle zu verlieren, kann man eine Art Aufsichtsrat temporär bilden. 

Und spätestens hier werden Sie merken, dass die absolute Fachkraft nicht immer der geeignete Nachfolger ist. Führung ist ein eigener Beruf. Führung bedarf immer mehr sozialer Kompetenz, da sich die Einstellungen der Mitarbeiter grundlegend geändert hat und die Konkurrenz schon auf ihre Fachkraft wartet. Hier setzt ganz besonders mein Coaching ein.

 

7. Problematik: 
Familienkonflikte gab es schon in der Generation davor.

Sie haben damals selbst die Unternehmensnachfolge angetreten?

Dann dürften Ihnen doch die Spannungen bekannt vorkommen. 
Wenn ein Kind von Ihnen das Unternehmen übernimmt, dann hat kein anderes Kind (oder irgendein Erbe), einen Sitz im Verwaltungsrat oder im Management zu bekleiden. Dieses führt nur zur Reibung, die sich auf die Leistung Ihres Unternehmens niederschlägt.

Diese Entscheidung können Sie nicht abgeben oder verschieben, dieses Problem ist sofort zu lösen.

 

Gerne führe ich mit Ihnen ein Gespräch vor Ort, per Zoom, am Telefon.

 

Ihr

 

Andreas Rietz